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Bleibe
ich beim Öl und welche „konkurrierenden“
Alternativen bieten sich schon jetzt und künftig an? Zu
einem Informationsabend hatte die Fachgemeinschaft Ölwärme &
Service Main-Kinzig-Kreis am 30.09.2010 in das Bürgerhaus nach Wächtersbach
eingeladen.
30
% Wärme in den Raum abgibt und etwa 70 % in den Pufferspeicher
einbringt. Eine solche Heizungsanlage kann als Hybridsystem bezeichnet
werden, so Engelmann, der auf Parallelen in der Autoindustrie verwies.
Die Beispiele und Möglichkeiten ließen kaum Fragen offen. Jedoch eine
Wesentliche hat Frank Scharfenberg, Energieberater der DENA, übernommen:
„…welche Einsparungen lassen sich rechnen und welche Maßnahmen
bewirken welchen Vorteil. Damit ging Scharfenberg von der Theorie in die
Praxis über und es fand sich zugleich ein Infoabend-Besucher, der seine
Daten zur „offiziellen Energiesparanalyse“ mit gebracht hatte.
Schnell hatte Scharfenberg den Rechner mit allen wesentlichen Daten gefüttert
und erklärte zugleich Schritt für Schritt, wie die Software
Berechnungen anstellt und zudem, wie die Ergebnisse zu bewerten sind.
Innerhalb weniger Minuten staunte der Hausbesitzer nicht schlecht, als
er sich an der Leinwand seinen eigenen Energieausweis anschauen konnte.
Auf der farbigen Scala war sein Haus im orange/roten Bereich wieder zu
finden. Anschließend nahm Scharfenberg Schritt für Schritt
Modernisierungsmaßnahmen vor und präsentierte zugleich die erreichten
Ergebnisse in konkreten Fakten. Aus den zunächst rund 15% Ersparnissen
auf Grund der Annahme, der Heizkessel im Bestand wird gegen einen
Brennwertkessel getauscht, wurden nach und nach bis zu 40% errechnet.
Diese Werte sind ohne weiteres erreichbar, wenn neben modernster Heizgerätetechnik
auch die Sonne neben Warmwasserbereitung auch heizungsunterstützend in
das System integriert wird. Es fehlen aber immer noch ein paar Punkte um
auf 40 % und mehr zu kommen. Dazu ist ein hydraulischer Abgleich, als
auch der Tausch von einer ungeregelten durch eine geregelte
Heizungspumpe unumgänglich. Scharfenberg verwies auf die Seite im Netz:
www.iwo.de wo man sich sogar einen
Video anschauen kann, der sehr anschaulich darstellt, welcher Nutzen
sich dahinter verbirgt. Vereinfacht erklärt bedeutet der hydraulische
Abgleich nichts anderes als das Einnivellieren der jeweiligen Wärmeabnehmer
(Heizkörper und / oder Fußbodenheizung), so dass die Pumpenleistung
nicht mehr konstant maximale Leistung erbringt, sondern mit in etwa 5
Watt den gleichen Dienst der Wärmeverteilung übernimmt. Engelmann ergänzte
zum Verständnis und nutze als Vergleich das Auto. „…wie, als wenn
man bei Vollgas mit angezogener Handbremse Auto fahren würde und nicht
in der Lage ist, die Motorleistung zu drosseln. Die Kupplung treten und
Beschleunigen, als auch Bremsen übernimmt die geregelte Pumpe
vollautomatisch und verbraucht so anstatt rund 50 Watt nur noch 5 Watti“,
so Engelmann. Oft müssen dazu jedoch Berechnungen vorgenommen werden
und wenn nötig müssen auch Ventile am Heizkörper durch justierbare Thermostatköpfe
getauscht werden, erklärte Scharfenberg, der ein anschauliches
Schnittmodell präsentierte. Als Fazit zog Scharfenberg Bilanz und
verdeutlichte, dass es keine Alternative zum Energiesparen gäbe, will
man als Hausbesitzer nicht steigenden Energiepreisen hilflos gegenüber
stehen. Daraufhin kam die Diskussion auf, ob Dämmmaßnahmen am Haus
nicht eine Alternative zum Heizkesseltausch sein könnten. Schnell waren
auch hier die Daten gerechnet, das Ergebnis verdeutlichte sehr
beeindruckend, dass bei 40% nicht das Ende der „Fahnenstange“
erreicht wird. Weitere rund 20 bis 25% lassen sich durch ganzheitliche Dämmmaßnahmen
erzielen. Der Heizkesseltausch steht nicht im Wettbewerb zur Dämmung,
aber in der Abwägung von Ausgaben und Nutzen bietet der Kesseltausch
nach wie vor ein sehr schnelle „Rückvergütung“ in Form von nicht
verbrauchter Energie. Waren es bisher bis zu rund 3200 Liter Heizöl,
die für das typische Einfamilienhaus benötigt wurden, so können alle
Maßnahmen zusammen, den Verbrauch drastisch reduzieren, so dass 1400
Liter / Jahr keine Utopie darstellen, sondern realistische Werte aus der
Praxis wieder spiegeln. Auf der Internetseite www.oelheizung.info
können interessierte Hausbesitzer gerne kostenlos und unverbindlich
eine umfassende Energieberatung abrufen. Nach
etwa zwei anspruchvollen Stunden, waren die Teilnehmer recht erstaunt,
welche Möglichkeiten sich schon heute bieten. In den seltensten Fällen
rechnet sich ein Umstieg auf einen anderen Energieträger, fasste
Energieberater Scharfenberg zusammen. „… Auch wenn die finanziellen
Mittel begrenzt sind, ist doch gerade die Modernisierung Schritt für
Schritt bei kaum einem System wie der Ölheizung so einfach und
effizient machbar.“
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Energiesparcheck mit dem |
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